Touristisches Erfurt

Erfurt ist die Hauptstadt sowie größte Stadt Thüringens in Mitteldeutschland und liegt im südlichen Teil des Thüringer Beckens, im breiten Tal der Gera. Erfurt bildet zusammen mit den Nachbarstädten Weimar und Jena den zentralen Ballungsraum Thüringen mit rund 500.000 Einwohnern.

Die Wirtschaftskraft der Stadt basiert u. a. auf Landwirtschaft, Gartenbau und Mikroelektronik. Durch seine zentrale Lage hat sich Erfurt zu einer Logistikdrehscheibe für Deutschland und Mitteleuropa entwickelt.

Die gute Erreichbarkeit sowie die vielfältigen Attraktionen und Zeugnisse aus der Vergangenheit sorgen dafür, dass Erfurt auch ein touristischer Anziehungspunkt ist. Die Stadt wird jedes Jahr von rund 12 Millionen ortsfremden Menschen besucht.

Beeindruckende Zeugnisse des Mittelalters

Die Erfurter Altstadt ist eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Innenstädte Deutschlands. Touristische Attraktionen sind die Krämerbrücke, das Ensemble aus Erfurter Dom und Severikirche und die Zitadelle Petersberg, eine der größten und am besten erhaltenen Stadtfestungen Europas.

Die Stadt liegt an der Via Regia, einem mittelalterlichen Handels- und Pilgerwegenetz. Das moderne Erfurt ist auch Drehscheibe für ICE-Hochgeschwindigkeitszüge und andere deutsche und europäische Verkehrsnetze. Erfurt wurde erstmals 742 erwähnt, als der heilige Bonifatius das Bistum gründete. Obwohl die Stadt politisch keinem der Thüringer Länder angehörte, wurde sie schnell zum wirtschaftlichen Zentrum der Region. Sie gehörte während des Heiligen Römischen Reiches zum Kurfürstentum Mainz und wurde 1802 später Teil des Königreichs Preußen. Von 1949 bis 1990 war Erfurt Teil der Deutschen Demokratischen Republik (DDR).

Sehenswürdigkeiten in Erfurt

Zahlreiche Kirchen bieten sich für einen Besuch an

Erfurt ist eine Schatzkammer für Touristen und Ausflügler. Ein guter Ausgangspunkt für die Besichtigung ist der Domplatz, auf dem auch der Erfurter Hauptweihnachtsmarkt stattfindet. Über dem Domplatz befinden sich der Mariendom und die St. Severus-Kirche, die über eine Treppe aus dem 14. Jahrhundert erreicht werden. Unweit des Domhügels liegt die Zitadelle Petersberg, die als einzige weitgehend erhaltene barocke Stadtfestung Mitteleuropas gilt.

Weitere interessante Kirchen sind die Kaufmannskirche, die wahrscheinlich die älteste Kirche der Stadt, sowie die Michaeliskirche. Letztere wurde 1183 erbaut und diente später als offizielle Kirche der Universität Erfurt (die größtenteils durch Bombenangriffe der Alliierten 1945 zerstört wurde).

Weitere Kirchen in Erfurt

Die ehemalige Barfüßerkirche wurde zu einem mittelalterlichen Kunstmuseum umgebaut, von der Ägidienkirche am Eingang der Krämerbrücke am Wenigeplatz wird behauptet, die älteste methodistische Kirche der Welt zu sein. Gegen eine geringe Gebühr können Gäste eine Holztreppe zum Kirchturm hinaufsteigen und einen herrlichen Blick über die Stadt genießen.

Die Krämerbrücke – ein Wahrzeichen Erfurts

Die Krämerbrücke ist eine 120 m lange historische Sandsteinbrücke, umgeben von 32 Häusern (viele davon mit Geschäften im Erdgeschoss) auf beiden Seiten der Fußgängerzone. Die Brücke, die 1325 erbaut und Ende des 19. Jahrhunderts verbreitert wurde, gilt als die einzige bewohnte europäische Brücke nördlich der Alpen.

Beliebte Straßen- und Plätze in Erfurt

Erfurt bietet eine Fülle sehenswerter Straßen und Plätze in der gesamten Stadt. Die wichtigsten davon möchten wir Ihnen hier etwas näher vorstellen:

  • Die Krämerbrücke ist die bekannteste Touristenattraktion Erfurts. Die Sandsteinbrücke aus dem 15. Jahrhundert ist vollständig mit Wohnhäusern überbaut und einzigartig in Europa. Heute gibt es in den Häusern einige Kunsthandwerks- und Souvenirläden.
  • Der Domplatz ist der größte Platz in Erfurt und zählt zu den größten historischen Marktplätzen in Deutschland. An der Westseite des Platzes befinden sich der Dom und die St. Severus-Kirche. An der Nordseite liegt das historische Gerichtsgebäude aus dem Jahr 1880. Die Ost- und Südseite des Domplatzes sind gesäumt von typischen Patrizierhäusern. Zentral auf dem Platz befinden sich der 1784 erbaute Minerva-Brunnen sowie der Erthal-Obelisk aus dem Jahr 1777. Auf dem Domplatz finden zudem jedes Jahr der wichtigste Erfurter Weihnachtsmarkt und das „DomStufen-Festivals“ im Sommer statt.
  • Der Fischmarkt ist der zentrale Platz der Erfurter Innenstadt. Er ist umgeben von Patrizierhäusern im Renaissancestil und dem Rathaus, einem neugotischen Gebäude aus dem Jahr 1882. In der Mitte des Platzes befindet sich eine Statue namens Römer, ein Symbol für die Unabhängigkeit der Stadt, das 1591 von den Bürgern errichtet wurde.
  • Der Wenigemarkt ist ein kleiner Platz auf der Ostseite der Gera (gegenüber dem Fischmarkt), umgeben von frühmodernen Patrizier- und Kaufmannshäusern. Der Brunnen auf diesem Platz mit der Skulptur „Raufende Knaben“ wurde 1975 erbaut. Heute gibt es auf dem Wenigemarkt auch verschiedene Cafés und Bars. Neben dem Wenigemarkt in der Futterstraße befindet sich der Kaisersaal, ein neoklassizistischer Veranstaltungssaal von 1831.
  • Der Anger ist ein länglicher Platz im östlichen Stadtzentrum. Alle Straßenbahnlinien sind hier miteinander verbunden, so dass der Platz im 20. Jahrhundert zum neuen Stadtzentrum mit vielen wichtigen Gebäuden wurde. Auf der Nordseite befindet sich die Hauptpost, die 1886 im neugotischen Stil mit ihrem markanten Uhrturm erbaut wurde. Im Nordosten befindet sich das Martin-Luther-Denkmal von 1889 vor der Kaufmannskirche. Zwischen Kirche und Ursulinenkloster liegt das Kaufhaus „Anger 1“ von 1908. Auf der Südseite neben der Bahnhofstraße befindet sich das Angermuseum, das Erfurter Kunsthistorische Museum, in einem Barockschloss von 1711. Der westliche Teil des Angerplatzes ist umgeben von großen historisch anmutenden Geschäftshäusern aus dem späten 19. Jahrhundert. Das westliche Ende des Platzes ist durch den Angerbrunnenbrunnen von 1890 gekennzeichnet. Das Jesuitenkolleg an der Schlösserstraße wurde 1737 erbaut und bis zum Verbot der Jesuiten 1773 genutzt.
  • Der Willy-Brandt-Platz ist das südliche Tor zum Stadtzentrum vor dem Hauptbahnhof. Gegenüber dem Bahnhof befindet sich das ehemalige Hotel Erfurter Hof, wo 1970 das erste Treffen der ost- und westdeutschen Regierungschefs stattfand. Auf der Westseite liegt das Gebäude des alten Erfurter Bahnhofs (1847-95) mit einem Glockenturm und den ehemaligen Büros der Thüringischen Bahn.
  • Der Hirschgarten ist ein kleiner Park vor dem Thüringer Regierungssitz im westlichen Stadtzentrum. Sitz des Ministerpräsidenten ist die Kurmainzische Statthalterei, ein Renaissance-Barockschloss aus dem 17. Jahrhundert.
  • Die Michaelisstraße ist wegen ihrer meist mittelalterlichen Gebäude überregional bekannt. Sie ist die Hauptstraße des Lateinviertels rund um die alte Universität und heute einer der beliebtesten Orte des Nachtlebens in Erfurt mit verschiedenen Bars, Restaurants und Cafés. Das zentrale Gebäude der alten Universität, das Collegium Maius, wurde 1515 erbaut, 1945 durch alliierte Bomben zerstört und 1999 wieder aufgebaut.

Der Juri-Gagarin-Ring ist ein innerstädtischer Ring, der der ehemaligen Innenstadtmauer folgt. Die Straße wurde in den 1890er-Jahren durch die Trockenlegung eines Flussarms der Gera angelegt. Die Gebäude entlang der Straße stammen aus allen Epochen des 20. Jahrhunderts, darunter auch einige Hochhäuser aus der DDR-Zeit. Ein alter Gebäudekomplex ist das ehemalige Große Krankenhaus, welches im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Heute beherbergt es das Museum für Volkskunst und Kulturanthropologie.

Museen in Erfurt

Erfurt hat eine große Vielfalt an Museen, denen Touristen unbedingt einen Besuch abstatten sollten. Wir stellen Ihnen die wichtigsten vor:

  • Das Stadtmuseum zeigt Aspekte der Erfurter Geschichte mit Schwerpunkt auf Mittelalter, Frühneuzeitgeschichte, Martin Luther und der Universität. Weitere Teile des Stadtmuseums sind die Neue Mühle, eine noch in Betrieb befindliche alte Wassermühle, und der Benaryspeicher mit einer Ausstellung alter Druckmaschinen.
  • Die Alte Synagoge ist eines der ältesten Synagogengebäude Europas. Das Museum wurde 2009 eröffnet und zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Jüdischen Gemeinde Erfurt. Sie beherbergt Faksimiles mittelalterlicher hebräischer Handschriften und den Erfurter Schatz, einen Schatz an Münzen, Goldschmiedearbeiten und Schmuck, der vermutlich den Juden gehörte, die ihn 1349 zur Zeit der Pogrome versteckt hatten.
  • Gedenk- und Bildungsstätte Andreasstraße Erfurt (Stasi-Museum): Auf dem Gelände der ehemaligen Erfurter Stasi-Zentrale und des Gefängnisses, in dem über 5.000 Menschen untergebracht waren, befinden sich heute Ausstellungen zur Geschichte der DDR und zu den Aktivitäten des Regimes.
  • Das Angermuseum ist eines der wichtigsten Kunstmuseen Erfurts, benannt nach dem Angerplatz, wo es sich befindet. Der Schwerpunkt liegt auf moderner Grafik, mittelalterlicher Skulptur und frühneuzeitlichem Kunsthandwerk.
  • Die Kunsthalle Erfurt zeigt Ausstellungen zeitgenössischer Kunst, von lokalen, nationalen und internationalen Künstlern.
  • Das Naturkundemuseum befindet sich in einem mittelalterlichen Waidlager und zeigt Objekte der Thüringer Flora und Fauna, Geologie und Ökologie.

Das Museum für Thüringer Volkskunde beschäftigt sich mit dem täglichen Leben der Menschen in Thüringen in der Vergangenheit und zeigt Ausstellungen bäuerlicher und handwerklicher Traditionen.

Weitere touristische Highlights in Erfurt

Über die hier erwähnten Hotspots hinaus hat Erfurt viele weitere Sehenswürdigkeiten für Touristen zu bieten, darunter Parks, Naherholungsgebiete und natürlich den bekannten Erfurter Zoo. Wir stellen Sie Ihnen vor:

Thüringer Zoopark Erfurt

Im Norden der Stadt befindet sich der Thüringer Zoopark Erfurt, mit 63 ha Fläche der drittgrößte zoologische Garten in Deutschland. Er wurde 1959 gegründet und beherbergt mehr als 2.500 Tiere von 326 Arten. Neben dem Hauptgelände am Roten Berg gehört auch das Aquarium am Nordpark seit 2003 zum Zoopark. Letzteres ist derzeit allerdings geschlossen.

Erfurter Gartenbauausstellung egapark

Am westlichen Stadtrand von Erfurt, an der Zitadelle Cyriaksburg, befindet sich die Erfurter Gartenbauausstellung, genannt egapark. Das etwa 36 ha große Gelände, auf dem 1961 die „1. Internationale Gartenbauausstellung (iga) sozialistischer Länder“ stattfand, steht heute unter Denkmalschutz und umfasst zahlreiche Themenhäuser und sehenswerte Außenanlagen.

Parkanlagen in Erfurt

Die bekanntesten Parkanlagen in Erfurt sind der Stadtpark in der Nähe des Hauptbahnhofes, der Südpark direkt am Stadion und der bezaubernde Venedig-Park nördlich der Krämerbrücke. Weitere sehenswerte Parks sind der Nordpark, der direkt an der Gera gelegene Luisenpark im Südwesten Erfurts und der 1,5 Hektar große Brühler Garten. Wanderfreunde finden im 700 Hektar großen Steigerwald ein Netz aus rund 36 km Wanderwegen.

Fazit: Erfurt ist stets einen Besuch wert!

Wir konnten Ihnen hier nur einen kleinen Teil aller Sehenswürdigkeiten in Erfurt vorstellen. Hinzu kommen außerdem noch zahlreiche regelmäßig stattfindende Veranstaltungen und zeitlich begrenzte Events, die einen Trip in die wichtigste Stadt Thüringens ebenfalls lohenswert machen.

Wann kommen Sie und entdecken die Vielfalt Erfurts?

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

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